12. Der „Spiegel“ hat es wieder einmal geschafft!

www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,726599,00.html

Unter dem Titel: „Bestseller-Autor enttarnt“ kündigte der Spiegel in seiner Online-Ausgabe vom 25. Noverber 2010 die Enthüllung der  „zwei Gesichter des John S.Cooper“ an und erfreute so sich und seine Leser wieder einmal mit einer investigativ-journalistischen Glanzleistung..

Laut Spiegel „rätselten Leser und Fachwelt jahrelang über die Identität von John S. Cooper“, seien „mindestens 65.000 Menschen einem großangelegten Schwindel aufgesessen“. Gemeint waren damit die Leser der Thriller „Das fünfte Flugzeug“ und „Zero“ (beide erschienen bei Kiepenheuer & Witsch) und, so der Spiegel weiter, zwei „rasante Bücher über die Anschläge vom 11. September 2001 und über die globale Finanzkrise, voller Agenten, Killer und Halbwahrheiten“.

Der Spiegel enttarnte die Autoren hinter dem Pseudonym John S. Cooper als den „taz-Journalisten und 9/11-Konspirationsapologen Mathias Bröckers und den Roman- und Drehbuchautor Sven Böttcher.

Das interessante an dieser Meldung ist weniger die Enthüllung der Indentität der Autoren, als deren Titulierung: der „Hanfpapst“ und der „Fantasy-Autor„. Das im folgenden sowohl „Das fünfte Flugzeug“ wie auch „Zero“ ...“ dem Thriller-Publikum wieder wilde Verschwörungstheorien unterschieben, die ansonsten nur die Stammklientel aus latent paranoiden Faktenverdrehern in den Untiefen des Internets oder den Randzonen des Literaturbetriebs unterhalten würden„, ist dann aus Spiegel-Sicht nur noch konsequent.

Nochmal zum Verständnis – es handelt sich nicht etwa um Sachbücher oder um sensationelle Enthüllungen; die Rede ist von Thrillern, von Romanen, geschrieben zum Zwecke der Unterhaltung. Da erscheint es umso verwunderlicher, mit welcher Vehemenz der Spiegel bereits im Vorfeld deren Inhalte und Autoren gleichermaßen diskrediert. Für den „Dorfschreiber“ läßt das nur einen Schluß zu – diese Bücher schnellstens lesen!

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Über dorfschreiber

Mich interessiert, was ich nicht wissen soll! Rede- und Meinungsfreiheit sind oberstes Menschenrecht! Gedankenverbrechen gibt es ebensowenig wie Gesinnungsdelikte. Das geschriebene Wort ist keine Handlung, keine Tat, selbst wenn es andere dazu auffordert. Allein und ausschließlich der Leser trägt für sein Handeln, für den Umgang mit dem Gelesenen die Verantwortung. Dennoch gibt es Grenzen, auch bei der Meinungs- und Redefreiheit: Menschlichkeit und Anstand! Daran sollte sich jeder Schreibende halten, darum bemüht sich immer auch der "Dorfschreiber". https://dorfschreiber.wordpress.com/
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