Dorfschreiber: 10 Fragen an Christoph Hörstel…

… die sich der Dorfschreiber selbst beantwortete.

Der Dorfschreiber schickte nach seiner ersten Kontaktaufnahme mit Christoph Hörstel im April am 03. Juni eine weitere Mail, in der er um ein Interview bat. Unter seinem Klarnamen, aber noch unter Pseudonym bloggend (was sich inzwischen geändert hat), folgte am 06. Juni um 6.33 Uhr eine  erneute Nachfrage:

Sehr geehrter Herr Hörstel,
sicher sind Sie derzeit sehr eingespannt, haben wenig Zeit. Ich wollte Sie deshalb fragen und bitten, ob Sie mir für meinen Blog „Dorfschreiber“ ein Interview geben würden. Falls Sie dafür Zeit finden, würde ich Ihnen per Mail 10 Fragen zusenden, die Sie dann in wenigen kurzen Sätzen beantworten können.
Besteht diese Möglichkeit, oder hätten Sie einen anderen Vorschlag?
Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Wittkugel
Dorfschreiber

Schon gut zwei Stunden später, um 8. 42 Uhr antowrtete Herr Hörstel:

Wenn es nicht wieder zu Syrien & Nahost ist – gerne am Wochenende.Immerhin schiebe ich soeben eine Partei in den Bundeswahlkampf, die schon jetzt die bisherige Landschaft weit hinter sich lässt, was die Einzelheiten des Programms angeht – links s. unten, vor allem: http://insider.neue-mitte.de
BG
Christoph R. Hörstel

Also schickte der Dorfschreiber seinen Fragenkatalog bereits am folgenden Tag (07. Juni 2013). Leider erhielt er keine Antwort, fragte deshalb am 11. Juni 2013, 10.41 Uhr nochmals nach:

Sehr geehrter Herr Hörstel,
sicher sind Sie derzeit nicht gerade mit viel „Freizeit“ gesegnet. Deshalb frage ich auch nur ungern nach, ob ich noch mit den Antworten auf meine „Zehn Fragen an Christoph Hörstel“ rechnen kann. Falls Sie dazu zeitlich nicht in der Lage sind, würde ich mich über eine entsprechende Rückmeldung freuen. Sollten die Interview-Fragen in der zweifellos enormen Mail-Flut untergegangen sein, sende ich Sie Ihnen gern noch einmal zu.
Ansonsten – viel Erfolg für die Neue Mitte wünscht
Ralf Wittkugel
– Dorfschreiber –

Am 20. Juni 2013 um 0.31 Uhr versandte versanndte der Dorfschreiber den Fragenkatalog ein zweites Mal, er ging davon aus, daß Chirstoph Hörstel schlicht keine Zeit oder in der Flut der Mails die Interview-Anfrage schlicht übersehen hatte.

neuen Mitte RalfDer Kandidat versicherte dem Dorfschreiber,  daß der50-klein gute Mann einfach keine Zeit hätte, und riet dem Dorfschreiber, sich das Video anzuschauen, welches er auf seiner Neue Mitte Unterstützer-Seite eingestellt hat, welches ursprünglich auf politaia.org erschien und bereits am 02. Juni  aufgenommen wurde, als Ken Jebsen (KenFM) selbst noch nicht Mitglied der Neuen Mitte war. Ken Jebsen und der Dorfschreiber haben nun übrigens das gleiche Problem – den Spagat zwischen aufklärender Bloggerehre und Parteimitgliedschaft.

Nun hatte der Dorfschreiber sicher schon etliche Stunden Gespräche von Jebsen und Hörstel verfolgt – und das stets gern und  mit Interesse, weil dort immer Klartext gesprochen wurde. Aber knapp zweieinhalb Stunden am Stück? Nun, der Dorfschreiber hat es getan (und gesteht neidlos an, das Jebsen und Hörstels Dialog äußerst spannend, informativ, unterhaltsam ist – Respekt!) – und hat versucht, selbst die Antworten auf seine Fragen an Hörstel zu finden.  Das ist das Ergebnis

1)  Herr Hörstel, Sie gründeten die Neue Mitte bereits 2009, damals jedoch nicht mit dem Ziel einer polititschen Partei. Was war der Anlaß für die Gründung und welche Zielsetzung haben Sie seinerzeit verfolgt?– Hörstel gibt die Antwort in den ersten Minuten des Intervies selbst –
 
2) Mit der Neue Mitte wollen Sie nun doch als Partei zur Bundestagswahl 2013 antreten, warum der Sinneswandel?
– siehe Antwort zu 1) –
 
3) Die Neue Mitte war mit bis vor wenigen Wochen gänzlich unbekannt, in meinem Bekanntenkreis z.B. hat bislang noch niemand von dieser Partei gehört. Gibt es aktuelle Mitgliederzahlen?
 – Hörstel nennt zum Gründungszeitpunkt der Partei Anfang Mai 2013 eine Zahl von etwa 200 Mitgliedern, die seither jedoch deutlich gestiegen ist –
 
4) SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat ein „Kompetenzteam“, früher sprach man von einem „Schattenkabinett“. Bisher ist die Neue Mitte nahezu ausschließlich mit Ihrem – recht bekannten – Namen verbunden. Treten Sie ebenfalls als „Spitzenkandidat“ an und gibt es weitere „prominente Mitstreiter“?
– Hörstel nennt im Interview Namen wie Andreas von Bühlow, Ehard Eppler und andere, doch da diese nicht zu 100% hinter den Programmpunkten stehen können, gibt es keine Zusammenarbeit. Darüber hinaus präsentiert Hörstel bzw. die Neue Mitte Inhalte für alle 14 Ressorts mit dem Verweis auf die Netzseite der Partei –
 
5) Wird es in der Neue Mitte eine Frauenquote geben?
 – Das Theam Frauenquote wird im Interview nicht erwähnt, doch Hörstel äußert sich im Interview mehrfach über Familie, Frau, Kinder, hat auch bei seiner Einstellung zur Familie nichts gegen die Begrifflichkeit „erzkonservativ“ einzuwenden –
 
6) Den Wahlkampf hat Frau Merkel mehr oder weniger mit tollen Versprechen eröffnet, zum Herbst werden dann allerorts die Porträts unserer „Spitzenpolitiker“ von den Plakaten lächeln. Wie wird die Neue Mitte Wahlkampf betreiben und woher nimmt Ihre Partei die Mittel dafür?
– Wie der Dorfschreiber bereits berichtete, dürfte Christoph Hörstel die „Wahrheitsbewegung“ spalten. Mit Frau Merkel hat er schon eines gemeinsam (ca 35. min) , nämlich manchmal eine eher unnatürlich Handhaltung. In den Wahlkampf wird die Neue Mitte richtig einsteigen, wenn bis zum 15. Juli 2013 die erforderlichen 32.000 Unterschriften, 2000 pro Bundesland, eingereicht sind und die Partei dann offiziell zur Bundestagswahl zugelassen ist-
 
7) Welche realistischen Chancen rechnen Sie sich für die Neue Mitte aus? Wird es einen Bundeskanzler Christoph Hörstel geben?
– Hörstel (augenzwinkernd ab 02.10 mim.): „Wer sagt denn, daß wir keine absolute Mehrheit bekommen?“ . Bei min. 02.24 erwähnt er, daß Umfragen ergäben hätten, daß die Chancen, die      5 % Hürde zu nehmen, durchaus realistisch seien. –
 
8) Nicht Wenige in der sogenannten „Wahrheitsbewegung“ setzen große Hoffnungen auf Sie; sollten Sie es tatsächlich mit der Neuen Mitte in den Bundestag schaffen – wie groß ist die Gefahr, daß Sie „vom System vereinnahmt“ werden?
– Hörstel zeigt an vielen Stellen des Interviews, wie sich die Neue Mitte vor einer derartigen Vereinnahmung schützen wird. Unter anderem sagt er bei  1 Std. 39 min.: „Wir werden die größten Whistleblower der Geschichte werden, wenn wir in irgendein Amt reinkommen. Das sage ich hier und heute!“ –
 
9) Die Bundesrepublik ist nach wie vor besetztes Land war laut Wolfgang Schäuble seit Mai ’45 zu keinem Zeitpunkt voll souverän und hat einen recht dubiosen völkerrechtlichen Status ohne Friedesverträge, mit angeblich „obsoleten“ Feindstaatenklauseln; es gibt hierzulande keine vom Volk in freier Selbstbestimmung gegebene Verfassung. Wird die Neue Mitte dieses Thema angehen?
– Zur Beantwortung dieser Frage reicht ein Blick auf das PDF der Neuen Mitte zur Aussenpolitik
 
10) Viele betrachten unser Geldsystem als Wurzel allen Übels, sehen in der kleinen Gruppe der Megareichen und ihren Handlangern (Bilderberger, Trilaterale Kommission, Council Of Foreign Relation) die Verursacher aller Krisen und Kriege – würden Sie beispielsweise einer Einladung zum Bilderberg-Treffen folgen und glauben Sie persönlich, daß es möglich ist, gegen den Willen dieser Leute irgendetwas durchzusetzen?
– Explizit erwähnt wird keine dieser Institutionen, dennoch wird das Geldsystem – und damit das Beherrschungssystem ausdrücklich an den Pranger gestellt, z.B. ab min. 56. Genannt wird allerdings der Name Goldman Sachs (1 Std. 10 min.) sowie Monsanto (1 std. 36 min.) –
 

Fazit – der Dorfschreiber zieht seinen Hut vor Christoph Hörstel und Ken Jebsen. Selten hat mich ein fast zweieinhalbstündiger Dialog derart in seinen Bann gezogen!

Über dorfschreiber

Mich interessiert, was ich nicht wissen soll! Rede- und Meinungsfreiheit sind oberstes Menschenrecht! Gedankenverbrechen gibt es ebensowenig wie Gesinnungsdelikte. Das geschriebene Wort ist keine Handlung, keine Tat, selbst wenn es andere dazu auffordert. Allein und ausschließlich der Leser trägt für sein Handeln, für den Umgang mit dem Gelesenen die Verantwortung. Dennoch gibt es Grenzen, auch bei der Meinungs- und Redefreiheit: Menschlichkeit und Anstand! Daran sollte sich jeder Schreibende halten, darum bemüht sich immer auch der "Dorfschreiber". https://dorfschreiber.wordpress.com/
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