Tolle Wurst – oder wie man sein Gesicht verliert…

Als Dorfschreiber veröffentliche ich hier das, was ich der Neuen Mitte gestern mittag (09. Juli)  ins Forum schrieb. Nicht als Dorfschreiber, sondern als potentieller Bundestagskandidat. Klar, nur auf dem letzten, dem 13.Landes-Listenplatz für Niedersachsen, also eh nur ein Kandidat theoretischer Natur, da bedarf es schon eines gewissen Humors, um glaubhaft für sich und „seine Partei“ zu werben. 

Gestern allerdings ging dieser Humor endgültig flöten. Schon drei Tage zuvor, am 05. Juli, wurde die bundesweite Unterstützer-Unterschriften-Aktion im Rahmen einer Teamspeak-Konferenz abgesagt; eine Information, die scheinbar irgendwie an mir vorbeiging. Deshalb veröffentliche ich nachfolgende „Internas“, sie zeigen meine emotionale Gemengelage in dem Moment, als ich – nach vielen Stunden der Unklarheit – Gewißheit über die Absage bekam.

Schließlich hat NM-Bundesvorsitzender Hörstel im Interview mit (inzwischen NM-Mitglied) KenFM Jebsen gesagt,

„… wir werden die größten Whistleblower der Geschichte werden!“

Ralf Wittkugel Wie sagt man bei uns so schön: „Tolle Wurst!“.
Bin schlicht sauer.
Hinweise auf die knappe Zeit und Motivationsversuche aller Art füllten mein Mail-Postfach. Ich zog durch die Straßen wie ein Mitglied einer Drückerkolonne. Mit nichts in der Hand, als einem wohlgemeinten, quasi mit heißer Nadel in kürzester Zeit gestrickten „Margarine-Zettel“, der mehr Fragen offen ließ, als beantwortete. Ich trat als Blogger aus der weitgehenden Anonymität heraus, zeigte Gesicht. O.k., kein wirklich bedeutender Blogger, nur ein Dorfschreiber. Und dieser Schreiberling warb nicht nur am PC für seine „Partei“, er zog durch sein Dorf und stand mit nichts als seinem Gesicht und seiner Glaubwürdigkeit für die Ziele der Neuen Mitte ein. Schließlich sollte ich ja als Kandidat auf die Landesliste Niedersachsen. Als 13ter und letzter – vielleicht standen nicht mehr zur Auswahl…
Mit einem Augenzwinkern – der Dorfschreiber als Kandidat für die NEUE MITTE in den Bundestag. Belächelt, ignoriert, abgelehnt, aber …

Ralf Wittkugel Scheinbar ist der Rest des Textes verschwunden, wußte nicht, daß die Mitteilungslänge einer Beschränkung unterliegt. Dabei hatte ich mir so viel Mühe gegeben, um auszudrücken, was ich gerade empfinde. Nochmal genauso bekomm ich das nicht hin…

Ralf Wittkugel Fortsetzung:
Mit einem Augenzwinkern – der Dorfschreiber als Kandidat für die NEUE MITTE
in den Bundestag. Belächelt, ignoriert, abgelehnt, aber … die Menschen hier im Dorf kennen mich, manche vertrauen mir, manche  mögen mich sogar, gaben mir ihre Unterschrift. 50 Unterschriften hatte ich der Geschäftsstelle für möglich erklärt, 49 beglaubigte habe ich beisammen (dien Großteil schon an die GS verschickt.) Für zwei wollte ich zur Beglaubigung gerade mit dem Rad 10 km in die nächste Kleinstadt fahren….

Ralf Wittkugel Fortsetzung 2:
… anschließend im Dorf weitere mögliche UUs abholen bzw. bewerben. Abends nochmal los, einige Zusagen einsammeln. Bis Morgen noch weitere meiner hiesigen Mitmenschen überzeugen.
Und jetzt? Steh ich im Dunkeln! Niemand antwortet. Keine Mails von der Geschäftsstelle, keine SMS-Antworten von NM-Kollegen. Angeblich gibt’s einen TeamSpeak-Mitschnitt, hab ich auch gefunden, nur der Download klappte nicht. Noch ein Anruf in der Geschäftsstelle – besetzt, wie immer seit gestern. Noch weiter sammeln? Ich glaube nicht. Glauben heißt nicht Wissen – aber ohne Infos? Frustriert, enttäuscht, sauer. Erst allein für die Idee gekämpft, jetzt allein mit meinen Emotionen. Und nun? Fahre ich ins Freibad.

... wird fortgesetzt

 

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Über dorfschreiber

Mich interessiert, was ich nicht wissen soll! Rede- und Meinungsfreiheit sind oberstes Menschenrecht! Gedankenverbrechen gibt es ebensowenig wie Gesinnungsdelikte. Das geschriebene Wort ist keine Handlung, keine Tat, selbst wenn es andere dazu auffordert. Allein und ausschließlich der Leser trägt für sein Handeln, für den Umgang mit dem Gelesenen die Verantwortung. Dennoch gibt es Grenzen, auch bei der Meinungs- und Redefreiheit: Menschlichkeit und Anstand! Daran sollte sich jeder Schreibende halten, darum bemüht sich immer auch der "Dorfschreiber". https://dorfschreiber.wordpress.com/
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26 Antworten zu Tolle Wurst – oder wie man sein Gesicht verliert…

  1. Marian schreibt:

    Hallo Dorfschreiber,

    ich teile deine Emotion.
    Sogar meine Freundin war eben noch eine Unterschrift Stempeln lassen!

    Dazu möchte ich auch meine Mail an die NEUE MITTE, die Du ja auch erhalten hast, veröffentlichen.

    Hallo NEUE MITTE NDS,

    Ich habe selbst gestern nochmal 20 Unterschriften – damit weit über 100 – bekommen und nochmal nachgefragt.

    Leider sind wir wohl trotzdem erst bei 800-900 Unterschriften.
    Damit hat es wohl nicht gereicht.
    Ich bin mir sicher, dass jeder der Sammler sein bestes gegeben hat. Allerdings haben einfach zu viele Mitglieder garkeinen Beitrag geleistet.
    Leider ist auch bei mir KEINE Mail angekommen, dass die Unterschriften-Aktion abgesagt ist.
    Das ist enttäuschend. Wer will schon gern Allein sammeln.
    Wir haben gemeinsam gestartet und man hätte auch gemeinsam sagen können: „Wir haben unser Bestes gegeben – aber es hat nicht gereicht. Wir hören gemeinsam auf.“

    Nichts destotrotz schicke ich – und bitte auch alle darum – ALLE Unterschriften – ob gestempelt oder nicht – zur Geschäftsstelle. Damit diese, ALLE Unterschriften am Montag dem 15.07. beim Wahlleiter abgibt.

    Dies sind wir den Unterschreibern schuldig!!
    !
    Diese haben schließlich weder für den Mülleimer, noch dafür, dass wir sie behalten, unterschrieben.

    Ich finde außerdem: sollten am 15. mehr als 1.000 Unterschriften beim Wahlleiter landen, können wir trotzdem sehr, sehr stolz sein!!!
    Schließlich haben wir uns erst vor Vier Wochen gegründet!!!!
    Mit allen Kinderkrankheiten.
    Und das wir wenige Sammler so viele Unterschriften in so kurzer Zeit erreicht haben ist definitiv eine straffe Leistung!!!
    Mein Respekt gebührt allen Sammlern!!!

    Ich möchte mich bei ALLEN bedanken!
    Ich vertraue jetzt auf den Vorstand, dass unsere Unterschriften mit Stolz beim Wahlleiter landen!

    Und last – but Not least –
    freue ich mich schon jetzt sehr darauf mit ALLEN und vielen neuen Mitgliedern
    die Sache jetzt geordnet und strukturiert anzugehen!
    Die Zeit, die wir jetzt haben, brauchen wir auch ;).

    Beste Grüße und bis ganz Bald!

    Euer Marian

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  2. Frieda schreibt:

    Will heißen, ich habe die Formblätter zur Unterstützung der Landesliste Ba-Wü umsonst ausgedruckt und kann mir den Vortrag heute Abend bei den Linedancern sparen?
    Kopfschüttel…. Frieda

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    • dorfschreiber schreibt:

      Hallo Frieda, schätze, es geht Dir im Augenblick ähnlich wie mir. O.k., die NM steht ganz am Anfang, alles ist noch etwas unstruckturiert; allerdings sollten derart wichtig Entscheidungen schon besser kommuniziert werden. Zwar wollen wir in Niedersachsen trotzdem weitersammmeln, bewahren einen Funken Resthoffnung, doch es fällt einfach schwer, sich zu motivieren. Ich werde jedenfalls alle gesammelten Unterschriften einreichen und danke allen, die mich bisher unterstützt haben – und auch Dir, Frieda!

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      • Marian schreibt:

        Echt?
        Also ich leide auch bei der Kommunikation.
        Also werd wohl noch was Stempeln lassen.
        Sammeln selbst wohl nicht mehr.
        …Wenn sich nicht doch noch 30 Mitglieder á 30 Unterschriften melden… Aber genug geträumt.

        Lieber Dorfschreiber,

        dein Einsatz in Ehren.
        Der Listenplatz resultiert daraus, dass Du leider der einzige warst, den niemand persönlich kennt.
        Das hat sich und wird sich ja auch ändern. Dein Engagement ist auf jedenfall vorbildlich.

        Dein Gesicht hast Du auf keinen Fall verloren. Wie kommst Du denn darauf? Das genaue Gegenteil ist der Fall.
        Du hast ja Hauptsächlich in deinem Dorf wegen deiner Überzeugung „geworben“.
        Und das war ja in jedem Fall erfolgreich, bei 50 Unterschriften. Respekt.
        Das Scheitern bei den 2.000 Unterschriften ist alle mal besser, als das nicht versuchen oder?
        Dass wohl bundesweit das Sammeln am Wochenende eingestellt wurde, stößt mich natürlich auch vor den Kopf.
        Das wusste ich nicht.
        Und dann komm ich mir natürlich auch bescheuert vor, wenn ich am Montag noch durch die Straßen laufe und sammel.
        Die ganze Zeit rennt mir nur ein Gedanke durch den Kopf:
        Hoffentlich war das Alles nicht umsonst!
        Wenn die NEUE MITTE jetzt wächst und gedeit, dann hat sich jedes einzelne Gespräch gelohnt, um auf diese Alternative aufmerksam zu machen.
        Nur wenn jetzt alles so schnell wieder aufhört, wie es angefangen hat, war leider alles für die Katz. Das würde mich wirklich verletzen.

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  3. Anton.S schreibt:

    Hmmm…
    Ich habe mit Unterschriften-Einsammel-Aktionen (bei einer andern ähnlichen Partei) extrem schlechte Erfahrungen gemacht… zumal man ja nur EINMALIG seine Unterstützungs-Unterschrift abgeben kann …
    – Früher ging das über einen Notar und heute ???

    Auf meine Nachfrage/Klärung , warum zB urplötzlich für eine ganz ander Partei (Gegen-Partei) geworben würde, kam erst die empörte Frage : Wie? WER?
    und dann bei Nachtrag gar nichts mehr an AW.

    Da fragt man sich , WARUM hat sich diese Partei einmal deutlich von der anderen abgesetzt und damals sogar eine eigene Partei gegründet ?!?
    – Oder ist doch alles „eins“ ???

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  4. Spatzenschrot schreibt:

    Ach so ist das! Die Begeisterung für die neue Linkspartei kommt daher, weil sie nicht nur zum neuen Steckenpferd geworden ist, sondern man gleich selbst daran partizipiert.
    Die Bundestagswahlen sind in zwei Monaten, überhaupt die viel zu späten Sammelaktionen zeigt, dass die linken Aktivisten überwiegend faul sind. Andere Parteien sammeln sofort nach ihrer Anmeldung.

    Passt auch ins Muster wenn man hier Leute hat, die zu faul sind Parteiprogramme zu lesen.

    Da ist “ wir werden die größten Whistleblower der Geschichte werden!” wirklich nur ein inhaltsloser Slogan. Ich kann mir schon vorstellen wie das aussieht. Wahrscheinlich gibt es noch eine stärkere Anbindung an Russland und China, den Geheimnissverkauf nennt man dann whistleblowing. Aber die linken lieben inhaltslose Slogans weil man in nichtssagendes am ehsten die eigenen Fantasien reininterpretiert.

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    • dorfschreiber schreibt:

      Werter Spatzenschrot, ich werde mich mit diesem und Deinen anderen Kommentaren demnächst eingehend befassen und sie mit der gebotenen Aufrichtigkeit beantworten. Bis dahin wünscht Dir und allen Leserinnen und Lesern erstmal ein schönes Wochenende der
      Dorfschreiber

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  5. Sabina schreibt:

    Schade wie es gelaufen ist. Du hast Engagement gezeigt – mit aller Kraft.
    Wir haben Dich gerne unterstützt. Schließe dieses „Buch“.
    Vielleicht gibt es bald eine neue Herausforderung und Menschen die Deine Arbeit zu schätzen wissen und wo es sich lohnt dahinter zu stehen

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    • dorfschreiber schreibt:

      Danke Sabina für die aufmunternden Worte. Ich werde mich sicher auf diesem Blog noch zu den Aktivitäten und Geschehnissen rund um die NM äußern. Und dann entscheiden, wie ich künftig damit umgehe. Eine sonnige Woche wünscht der
      Dorfschreiber

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  6. Gabriela schreibt:

    Hallo Dorfschreiber,

    deine bedauerliche Erfahrung mit der Neuen Mitte bestätigt wieder mal das nicht so schöne Bild, das ich von Christoph Hörstel im Laufe der Zeit gewonnen habe. Weshalb ich seine Partei auch nicht unterstützen würde. Ich traue diesem Typen einfach nicht über den Weg.
    Ich schließe mich Sabina’s Haltung an. Sei froh, dass du noch nicht mehr investiert hast.

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    • dorfschreiber schreibt:

      Danke – Du stehst mit Deiner Skepsis in Bezug auf Hörstel nicht allein – er scheint doch vielen eher unsympathisch zu sein. Meine bedauerliche Feststellung – er ist ein Blender! Welche Konsequenzen ich aus dieser Erfahrung ziehe, weiß ich aber noch nicht. Einen schönen Restsonntag wünscht der
      Dorfschreiber

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  7. Frieda schreibt:

    Hallo lieber Dorfschreiber,
    schön, mal wieder von Dir zu lesen. Die Erfahrung, dass Hörstel unsympathisch rüber kommt, musste ich leider auch machen – teilweise waren die angesprochenen Menschen nicht mal bereit, das Wahlprogramm zu lesen. Naja, jetzt bist Du um eine Erfahrung reicher und die Lebenserfahrungen beweisen sich immer wieder als guter Ratgeber.
    Ich wünsche Dir noch einen kühlen Abend. Lieben Gruß von Frieda

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    • dorfschreiber schreibt:

      Frieda, auf diese Erfahrung hätte ich gerne verzichtet. Denn meine Frustration resultiert nicht etwa aus dem Erscheinungsbild Hörtels und der Neuen Mitte; nein, ich ärgere mich einfach über mich selbst. Ich werde das demnächst hier im Blog ausführlicher darstellen. Vielen Dank für Deinen Kommentar vom
      Dorfschreiber

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      • Gabriela schreibt:

        Lieber Dorfschreiber,
        du hast nichts falsch gemacht. Wir gehen immer wieder Blendern auf den Leim. Das passiert halt im Leben. Es läßt sich kaum vermeiden. Ich würde mich an deiner Stelle auch wie ein Idiot fühlen. Aber in Wirklichkeit ist ein ganz anderer der Idiot.

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    • Gabriela schreibt:

      Es geht nicht darum, dass Hörstel einfach nur „unsympathisch rüber kommt“. Wobei instinktgeleitete Menschen ihre ersten subtilen Ahnungen durchaus so ausdrücken könnten. Es geht vielmehr um starke Charakterschwächen und fragwürdiges Verhalten bzw. seine Grundhaltung. Um das zu erkennen muss man sich den Typen genauer ansehen und das dauert eben. Denn seine hervorragenden Begabungen blenden über seine nicht minder starken Schattenseiten erfolgreich hinweg. Licht und Schatten liegen hier nah beisammen.

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      • dorfschreiber schreibt:

        Das ist es, was mich so ärgert: Ich habe mich blenden lassen! Blenden lassen von seinen verglichen mit unseren öffentlich-rechtlichen „Qualitätsjournalisten“ meist klaren, fast brillanten Analysen über die Lage in Nahost, blenden lassen von seiner vermeintlichen Selbstsicherheit und seiner Eloquenz – Hörstel ist halt ein Medienprofi. Obwohl mir mein „Bauchgefühl“ anfänglich zu Skepsis und einer gewissen Portion Misstrauen riet. Es war wohl eine Art Euphorie darüber, nach den letzten, entmutigenden Jahren meiner „Wahrheitssuche“ mit Hörstel und der NEUEN MITTE eine politische Plattform gefunden zu haben, die vielleicht etwas verändern könnte; quasi ein Silberstreifchen der Hoffnung am Horizont… Egal, sei’s drum, meint sich bei Gabriela bedankend der
        Dorfschreiber

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  8. Gabriela schreibt:

    Engagement für Wahlen ist komplette Energieverschwendung! Lohnt sich ausschließlich für die Diätenanwärter. Das Drehbuch steht sowieso fest, egal welche Farbe die „Regierung“ hat. Deshalb müssen Wahlversprechen ja auch nicht eingehalten werden. Alles nur Show, Leute! Alle 4 Jahre dasselbe Illusions-Programm.

    „Wenn Wahlen irgendetwas verändern würden, wären sie längst verboten.“
    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

    Geolitico: Warum der Bürger die Bundestagswahl 2013 verliert – die Milchmädchenrechnung http://www.geolitico.de/2013/07/29/warum-der-burger-die-bundestagswahl-2013-verliert/

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    • Frieda schreibt:

      Liebe Gabriela,
      Du hast vollkommen Recht. Ich denke auch, dass das Drehbuch für die Wahl von den Bilderbergern geschrieben wird. Aber manchmal kommt der Punkt, wo man sich einfach nicht mehr den Stempel „alternativlos“ aufdrücken lassen möchte und nach einem Strohhalm greift, auch wenn das Bauchgefühl etwas anderes sagt.
      Danke für den Link. Noch nicht berücksichtigt sind in dieser Berechnung die vielen älteren Menschen, die einfach NIE WIEDER KRIEG wollen und deshalb wieder die Mutti wählen. Auf diese Sichtweise wurde ich bei einer KiGa-Veranstaltung für Opa und Oma der Kinder auf dem Dorf aufmerksam. Ich habe bis dahin geglaubt, dass Kreuzchen bei der CDU auf einem streng katholischen Dorf sei mit dem Glauben zu erklären.
      Fehlanzeige! Die wissen sogar, dass bei Mutti so einiges schief läuft, aber: Seit Mutti regiert, hat es in Deutschland keinen Krieg mehr gegeben (hüstel – Kriege hinter den Grenzen sind völlig egal). Der Omi, die von Krieg und Flucht erzählt hat, steckten die Erinnerungen noch so in den Knochen, als sei es gestern gewesen.
      Das möchte sie nie wieder erleben und Mutti Merkel hat den Krieg in Deutschland bisher verhindert. Für diese „Erkenntnis“ erhielt sie zustimmendes Kopfnicken in der ganzen Runde!
      Das waren ca. 50 Omas und Opas auf einem Dorf im Schwoabeländle. Wiewiele „Opas und Omas“ mögen wohl noch in die gleiche Richtung denken???

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  9. dorfschreiber schreibt:

    Auch ich danke für den Link – sehr interessant, diese „MM“-Rechnung. Nicht berücksichtig in dieser Rechnung sind auch all jene, die „neuen“ Parteien ohnehin keine Chance einräumen, die 5%-Hürde zu knacken. Diese Parteien zu wählen hieße, seine Stimme praktisch zu „vergeuden“. Also bleiben nur die Etablierten, also bleibt alles beim Alten….

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    • Gabriela schreibt:

      „…all jene, die “neuen” Parteien ohnehin keine Chance einräumen, die 5%-Hürde zu knacken. Diese Parteien zu wählen hieße, seine Stimme praktisch zu “vergeuden”. Also bleiben nur die Etablierten, also bleibt alles beim Alten….“

      Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Über das bestehende Parteiensystem wird sich an unserer Misere definitiv nichts ändern, weil es gar nicht möglich ist. Auch mit neuen Parteien bleibt alles beim Alten, vgl. Die Grünen. Lieber Dorfschreiber, bitte wach auf! Die Illusionen, die in uns gesät werden, bewirken, dass wir unsere Kräfte nutzlos vergeuden.

      Beobachtet doch mal die Entwicklungen über lange Zeiträume. Zu jeder Wahl dasselbe Theater und nichts ändert sich zum Positiven, alles wird immer schlmmer. Warum nur?

      Weil:
      Die Ursache des Problems kann niemals die Lösung des Problems sein.

      Wie oft wollt ihr das Spiel wiederholen, bis ihr das begreift?

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  10. Gabriela schreibt:

    Ich sollte hier Folgendes ergänzen:
    Als bisher aktive und dabei stets kritische Wählerin habe ich mich Anfang des Jahres intensiv mit der Grundsatzfrage auseinandergesetzt, OB es überhaupt Sinn macht, dass ich mich an Wahlen beteilige, und WIE ich am meisten bewegen könnte. (Anregung zum Nachmachen!). Wie ich es auch drehte und wendete, ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass in der manifestierten „Parteiendemokratie“ KEINE bürgerfreundliche Veränderung möglich ist, und ein „Volkssouverän“ schon gar nicht. Ich sehe überhaupt gar keinen Sinn (mehr) darin, wählen zu gehen. (Egal ob „gültig“ oder „ungültig“). Und ich danke dem Universum dafür, dass es mich von dieser Illusion befreit hat.

    Die üblichen Wahlen sind für die Durchsetzung des Volkswillens wirkungslos, stattdessen aber ein hochwirksames Illusions-Spektakel zur Hypnotisierung und Manipulation der Volks-Psyche. Das Volk ist faktisch ohne Einflussmöglichkeit, machtlos, ohnmächtig. Wer noch an einen „deutschen Rechtsstaat“ glaubt, an eine Gerechtigkeit des Systems und an eine bürgerfreundliche Lösung durch das System, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Dieses System gesteht dem Bürger/Volk faktisch keine effektiven Mittel zur Selbstbestimmung zu.

    Wenn ihr Selbstbestimmung wollt, dann müsst ihr euch eure eigenen Mittel und Regeln schaffen, um das bestehende Unrechts-System zu verlassen, d.h. Aufmerksamkeit abwenden und das Denken umpolen.

    Jeder, der mitspielt, unterstützt dieses destruktive, menschenverachtende System.

    Wobei auch hier gilt: Unwissenheit schützt vor „Strafe“ nicht. Die Welle der Zerstörung wird Schritt für Schritt jeden erfassen. Auch diejenigen, die es sich in ihrer behaglichen Wohlstandssicherheit und Ignoranz bequem eingerichtet haben und glauben, dass Solidarität mit den Opfern des Systems sie nichts anginge. Die Wohlstandspudel merken es erst, wenn es ihnen selbst an den Kragen geht, aber dann ist es zu spät. – Ihre Angstreaktionen könnten für uns lebensgefährlich werden. Wir sollten Beruhigungsmittel bereit halten.

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  11. Frieda schreibt:

    Gääääääähn…. Die Verkündungen dieser Art von Missionaren interessieren mich nicht wirklich. Ich werde mein Denken ganz sicher nicht auf eine Opferhaltung umpolen und schon gar nicht Menschen, die sich durch harte Arbeit ein gewisses Polster für die Zukunft der Familie geschaffen haben, als ignorante Wohlstandspudel verurteilen.
    Es gibt Menschen, für die gelten andere Menschen erst als erwacht, wenn sie haargenau ihre Vorstellungen teilen – die können besonders gut verurteilen, Schuldige für alles Elend dieser Welt finden und schuldig sprechen – nur keine Lösungsansätze vorlegen.
    Und dann gibt es die Menschen, für die Toleranz, Mut und Zuversicht kein Fremdwort ist. Diese versuchen nicht durch salbungsvolle Worte sondern durch Taten etwas zu verändern.
    Den letzteren zolle ich meinen Respekt.

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    • dorfschreiber schreibt:

      Zunächst mein Dank an Frieda und Gabriela fürs Mitwirken. WIR, die wir all die Lügen nicht mehr ertragen wollen, WIR sollten uns nicht spalten lassen, nicht gegeneinander wirken, denn WIR werden gemeinsam sicher noch gebraucht! Das meint jedenfalls grüßend der
      Dorfschreiber
      P.S.: Einen Besuch auf Friedas Seite „Hier quakt der Frosch“ kann ich nur empfehlen… 🙂

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  12. Norbert Tegge schreibt:

    Keine Partei wird das System verändern. So lange wir Wirtschaft vor Menschen setzen, ist eine humane, friedvolle Welt nicht möglich. Unsere Mitmenschen sind noch nicht reif dafür. Jedenfalls nicht in der Mehrheit. Durch einen schweren Wegeunfall bedingt, geriet ich in die Fänge des sog.
    Sozialversicherungssystems. Meine Gesundheit wurde weiter geschädigt, meine Bonität zerstört.

    In den ersten beiden Jahren habe ich zudem seelisch gelitten. Danach als neue Chance begriffen. Ich habe seit 2008 versucht diese schlimmen, realen Verwerfungen der Öffentlichkeit mitzuteilen. ARD, ZDF (Firma Eyeworks) sendeten diese betrügerischen, erpresserischen, menschenverachtenden Handlungen nicht. Grund: Sozialer Sprengstoff.
    Ich ging in die Partei Die LINKE (lieber Dorfschreiber, du siehst nicht nur Du lässt Dich blenden).
    K e i n e P a r t e i hat Interesse daran. Überall werden Personen eingeschleust, die Basisarbeit verhindern. Selbstgedrucke Flyer (Zitate Grundgesetz, sowie Grundgesetzwidrige Urteile, Rechte der Menschen) wurden mit 2,78 Prozent Wahlergebnis belohnt.
    Wir wollten Transparenz schaffen, Vertrauen gewinnen.
    Es gibt Hoffnung. Ältere Mitbürger (70-80 Jahre) hinterfragen das System. Alle aus der Mittelschicht. Die Wahlen 2013 werden garantiert nichts ändern.
    Solange Menschen wie ihr, Zivilcourage lebt. Wird dieses System nie gewinnen. Jede Bewegung braucht Zeit. Jede Aktion von uns ist wichtig. Ein wichtiges Puzzleteil. Die anderen haben nur Macht, wenn wir es zulassen.
    Lasst euch nicht gegeneinander ausspielen. Gemeinsam sind wir stark.

    Liebe Grüße

    Norbert

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  13. Der Souverän schreibt:

    Wer kämpft kann gewinnen, wer nicht kämpft hat schon verloren – kann ich da nur sagen.

    Als bislang ewiger Nichtwähler aus guten Gründen, befasse ich mich ernsthaft mit dem Gedanken nicht nur zum ersten Mal im Leben zu wählen, sondern auch direkt Mitglied der Partei Neue Mitte zu werden.

    Natürlich informiere ich mich vorher so gut ich kann, bevor ich diesen für mich exorbitanten Schritt tun würde. Was hier ohne Begründung auf emotionaler Ebene gegen Hörstel vorgebracht wird – unsympathisch, Blender etc. – gereicht wenig bis nichts zur Entscheidungsfindung.

    Wäre es möglich zu verifizieren?

    Der Souverän

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