Von Wahrheit, Hermannsdenkmal und anderen Täuschungen

Gut vier Jahre ist es her, seit ich diesen Blog ins Netz gestellt habe. Rückblickend bin ich froh, seinerzeit diese Entscheidung getroffen zu haben, denn mir gefällt, was sich daraus entwickelt hat. Mit Eifer, Enthusiasmus und phasenweiser Euphorie entstanden siebzig Beiträge. Nicht viel, aber genug, der Trostlosigkeit meines Frührentnerlebens gelegentlich zu entfliehen.

Dennoch – ich werde die „Dorfschreiberei“ vorerst beenden. Einen Blog mit dieser Thematik ernsthaft zu betreiben, bedingt einen enormen Zeitaufwand. Das Weltnetz bietet eine gigantische Informationsfülle. Tage und Nächte vergehen vor dem Bildschirm, getrieben von der Gier nach neuem Wissen, stets auf der Suche nach der Wahrheit.

Suche und Sucht liegen (bei mir besonders) dicht beieinander. Ich wurde zum wahrheitssüchtigen Informations-Junkie. Es gibt aber keine Wahrheit – jedenfalls garantiert nicht im Internet. Es gibt nur Betrachtungsweisen, Interpretationen, Meinungen. Gern als „objektiv“ und ausgewogen deklarierte, wissenschaftlich fundierte, akademisch formulierte Texte sind immer nur eins, nämlich das Ergebnis der Arbeit ihres Verfassers. Doch ich schweife ab.

Ich kann nur dazu ermuntern, wachsam zu bleiben und sich möglichst vielseitig zu informieren. Dann muss jeder selbst seine Rolle, seine Aufgabe in seinem Leben finden und damit seine Daseinsberechtigung bestätigen.

Dieser Blog war immer auch ein sehr persönlicher. Mit 9/11 begann mein Blick hinter die Kulissen. Ich werde mich dort weiter umschauen, auch den „Dorfschreiber“ moderieren und bei Bedarf kommentieren. Vielleicht auch irgendwann wieder was eigenes schreiben.

Jetzt aber mag ich nicht mehr. Getrieben von dem fast schon verzweifelten Wunsch, nach dem Verlust meines alten Weltbildes endlich wieder jemandem vertrauen, irgend jemandem glauben zu können, erlag ich vielen (Ent-)Täuschungen. Ich habe den Überblick verloren. Gehe meinen lebendigen Mitmenschen auf die Nerven. Bin unmotiviert, desillusioniert, mental derangiert. Es dauert mich. Vor allem meine geistige Mittelmäßigkeit, mein fehlendes akademisches Wissen und meine Orientierungslosigkeit bewegen mich dazu, hier ein

Ende

zu machen. Was das mit dem Hermannsdenkmal zu tun hat, wissen die, die es wissen sollen.

Dank allen Leserinnen, Lesern, Kommentatoren und Kurzmalreinguckern, Ihr habt mir in diesen Jahren insgesamt 21.692 Aufrufe und etliche Kommentare beschert.           Am „verkehrsreichsten“ Tag überhaupt wurde der Artikel „Kein Tag ohne Hitler“ immerhin rund eintausend Mal aufgerufen (danke Maria Lourdes!).

Alles hat seine Zeit!

Euer Dorfschreiber

 

 

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Über dorfschreiber

Mich interessiert, was ich nicht wissen soll! Rede- und Meinungsfreiheit sind oberstes Menschenrecht! Gedankenverbrechen gibt es ebensowenig wie Gesinnungsdelikte. Das geschriebene Wort ist keine Handlung, keine Tat, selbst wenn es andere dazu auffordert. Allein und ausschließlich der Leser trägt für sein Handeln, für den Umgang mit dem Gelesenen die Verantwortung. Dennoch gibt es Grenzen, auch bei der Meinungs- und Redefreiheit: Menschlichkeit und Anstand! Daran sollte sich jeder Schreibende halten, darum bemüht sich immer auch der "Dorfschreiber". https://dorfschreiber.wordpress.com/
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4 Antworten zu Von Wahrheit, Hermannsdenkmal und anderen Täuschungen

  1. nwhannover schreibt:

    Dieser Schritt in die metapolitische Pause-Ruhe ist nachvollziehbar. Ich habe mal weniger mal mehr für den und den geschrieben, dabei war ich dann nicht der erste der über dieses Thema schrieb. Ich fing dann an zu kopieren…und entdeckte das es auch anderer Seiten im Leben gibt als Nächtelang über Recherchetexte zu sitzen und irgendwie wird doch alles schlimmer..so kommt eines zum anderen. Bleiben Sie doch der Netzgemeinde als Kommentator erhalten..mal dort und dort…das mach ich auch. Diese Seite hier hat viel Arbeit gemacht…vor allem die Schreibweise die verständlich war/ist finde ich sehr gut..für den wie Sie selbst sagen“halbgebildeten“ Bürger. Alles Gute. Danke!

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    • dorfschreiber schreibt:

      Diesen Kommentar habe ich natürlich gern freigeschaltet, danke für die lobenden Worte. Sicher werde ich gewisse Blogs weiterverfolgen, auch viele, die ich im „Dorfschreiber“ nicht genannt habe. Ihren Begriff „Netzgemeinde“ mag ich und werde ihn in meinen Wortschatz aufnehmen.
      Es wird weitere Aktivitäten von mir im Netz geben, allerdings zu teils gänzlich anderen Themen. Und ich habe eine utopische Vision, quasi als Weihnachtswunsch:
      Die Wiederbelegung des jahrhundertealten Fürstentums und späteren Freistaates Schaumburg-Lippe. Eine Seite dazu ist in Arbeit – und bei dieser Arbeit werde ich meinen Humor gewiß nicht verlieren. Vielleicht lesen das jetzt ja einige Menschen zwischen Steinhuder Meer und Bückebergen. Was Schotten oder Katalanen erlaubt ist, sollte uns ermöglicht werden. Details müssen natürlich noch erarbeitet werden, als Forum dafür stelle ich die Seite „Freistaat Schaumburg Lippe“ demnächst ins Netz.
      Gruß in die (Noch.)Landeshauptstadt 🙂 vom Dorfschreiber

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  2. Ein Besorgter schreibt:

    Hallo Dorfschreiber ,
    in Bezug auf die derzeitige politische Entwicklung in Deutschland und der Welt geht es mir ähnlich wie Dir. Es macht keinen Spaß mehr ,es ist nicht mehr meine Welt.
    Trotzdem wünsche ich Dir schöne Weihnachten !
    Liebe Grüße aus Bottrop

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