Quellen und Qual der Dorfschreiberei – eine Selbstkritik (II)

Screenshot YouTube: Bernd Baumann verweist auf das enorme Interesse an Reichstagsreden der AfD

Längst nutzen auch Politiker YouTube und betreiben auf der beliebten Plattform eigene Kanäle. Auf „Phönix“ lassen sich die Bundestagsdebatten zwar komplett vorm heimischen TV verfolgen, doch da vor allem die Reden der AfD-Politker um Gauland, Weidel & Co. das Interesse des YT-Publikums wecken, lohnt der direkte Besuch des Kanals der AfD-Fraktion, der komfortabel alle Auftritte der „bösen Rechten“ zusammenfasst. Deren Reden werden übrigens rund 50 Mal häufiger angeklickt, als die aller anderen Bundestags-Parteien zusammen, was den „Etablierten“ spürbar Kopfzerbrechen bereitet.

YT-Kanal der AfD BT-Fraktion

Momentan versuchen die Altparteien neben allerlei weiteren parlamentarischen Schikanen der AfD durch eine Verkürzung der Rede- bzw. Debattenzeit im Reichstag zu schaden. Die AfDler machen jedoch nicht nur am Rednerpult eine recht gute Figur, auch die YT-Formate einiger ihrer MdBs sind durchaus informativ, unterhaltsam und deshalb erwähnenswert (die Nennung der AfD und auch aller anderen Quellen in diesem Beitrag bedeutet nicht, daß der Dorfschreiber deren Inhalte und Meinungen teilt, sie weiter empfehlen oder bewerben will; es geht bei dieser Aufzählung noch immer um die quälende, lähmende Informationsflut).

Screenshot: YT-Kanal Miazga

„Brandheiß“ wird es mit Corinna Miazga und Stefan Brandner, deren locker-freche  Moderation gelegentlich ein wenig an das legendäre Sportschau-Duo Netzer und Delling erinnert, wenn sie im Abstand von ein bis zwei Wochen die jeweils vergangene Bundestagssitzungswoche garniert mit kleinen gegenseitigen Frotzeleien kommentieren. Miazga ist inzwischen auch Landesvorsitzende der bayrischen AfD, Brandner, vor Wochen – einmalig in der Bundestagsgeschichte – als Vorsitzender des Rechtsausschusses abgewählt, betreibt auch seinen eigenen Kanal.

Der in diesem Blog schon häufiger erwähnte Dr. Gottfried Curio ist ebenso YT- präsent wie seine Kollegen Norbert Kleinwächter, Peter Boehringer und weitere AfDler, die im wohltuenden Gegensatz zu den sonst üblichen Politikerphrasen und -Floskeln tatsächlich Substanzielles zu sagen haben und beweisen, daß für sie das Internet längst kein Neuland mehr ist.

Die YT-Zensoren verbannten allerdings bereits manchen AfD-Beitrag aus ihrem Programm, wodurch sich beispielsweise „Hyperion“ genötigt sah, seinen sehenswerten Report „Frauen ruinieren die Politik“ auf „Vimeo“ der Öffentlichkeit zugänglich  zu machen. Seine Ansichten dürften gewiß speziell bei den Grünninen wenig Zustimmung finden, zumal gerade diese Klientel massiv vom „Dunning-Kruger-Effekt“ betroffen ist!

Screenshot Hyperion

So wie sich die Mitglieder und Mitarbeiter der AfD mit den unentwegten Rechtsextremismus- und Rassismus-Vorwürfe auseinander setzen müssen, bekommen auch viele „Promis“ und eher „namenlose“ YouTuber längst die Auswüchse der politischen Korrektheit zu spüren. Viele geben von selbst auf oder suchen sich alternative Plattformen, anderen hingegen drohen Seiten- und Kanal-Löschungen, De-Monetarisierungen, Kontosperren, Verlust des Arbeitsplatzes, Vernichtung der beruflichen Existenz und selbst Angriffe auf die körperliche gesundheitliche Unversehrtheit. Eines der ersten Opfer war seinerzeit Eva Herman, einst gefeierter Tagesschau-Star, dann wegen ihres konservativen Familienbildes bei Kerner medial hingerichtet und  geächtet. Allzu hart gelandet ist sie glücklicherweise nicht, dank ihrer Glaubwürdigkeit ist Eva Herman längst eine feste Größe in der alternativen Medienszene, im linken Lager dagegen ist sie verhaßt, auf sogenannten Benefiz-„Konzerten gegen rechts“ vertonen sogenannte Künstler ihre Gewaltfantasien gegen die blonde Autorin und werden dafür noch vom Bundespräsidenten gelobt.

Gleiches gilt für Gerd Wisnewski, investigativer Vollblutjournalist und Buchautor. Trotz des überwältigenden Erfolges seiner lange Zeit im renommierten Knaur Verlag erschienenen Bestseller „verheimlichtvertuschtvergessen… was 20__ nicht in der Zeitung stand“ kündigte dieser den Vertrag, u.a. wohl wegen Wisnewskis kritischer Betrachtungen zu 9/11. Den Kopp-Verlag freut’s: Obwohl von den Massenmedien totgeschwiegen, erobert Wisnewski Jahr für Jahr auf’s Neue die Bestseller-Listen. YouTube kennt jedoch auch bei großen Namen keine Gnade und zensierte einige seiner Videos. Um der Allmacht der Zensoren nicht vollends ausgeliefert zu sein, betreibt Gerhard Wisnewski seit einiger Zeit parallel einen Kanal bei BitChute

Screenshot bitchute.

wo inzwischen viele  YouTuber zu finden sind. Nicht jeder hat schließlich die Möglichkeiten und die finanziellen Mittel, juristisch gegen die Willkür der YT-Zensur vorzugehen, wie sie beispielsweise dem „Silberjungen“ Thorsten Schulte zur Verfügung stehen. Auch er war mehr als erstaunt, als er nach der Veröffentlichung seines Buches „Kontrollverlutst“ feststellen musste, daß er,  langjähriges konservatives Mitglied der CDU, sich plötzlich ohne sein zu tun am rechten Rand wiederfand, sein Buch als rechtspopulistisch gebrandmarkt und ihm auch sonst auf vielerlei Weise zugesetzt wurde. Schulte allerdings setzte sich erfolgreich zur Wehr.

(wird fortgesetzt)

Über dorfschreiber

Mich interessiert, was ich nicht wissen soll! https://dorfschreiber.wordpress.com/
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Eine Antwort zu Quellen und Qual der Dorfschreiberei – eine Selbstkritik (II)

  1. Andre Frost schreibt:

    „“Report „Frauen ruinieren die Politik“ auf „Vimeo“

    Die wenigsten sind auf Grund ihrer Leistungen auf dem Posten den sie bekleiden, die Masse ist nur wegen der Dosenquote dort wo sie ist, was noch durch den Umstand verschärft wird, daß sie ihre Posten in Ministerien überwiegend mit arschkriechenden Freundinnen, Bekannten und Familienangehörigen besetzen, Schwesig ist dafür ein treffendes Beispiel. Nichts gegen Frauen, in der Landes und Bundes-Politik haben sie jedoch wirklich nichts verloren, das ist ein Themenfeld, bei dem man tunlichst nicht nach Bauchgefühl oder moralisch ethischen Gesichtspunkten entscheiden sollte. Aus moralisch ethischen Gründen werden Ursachen nicht bekämpft, wie in der Migrationsdebatte, da wird dann nur an Sympthomen rumgebastelt und versucht, mit allerlei Schönreden unhaltbare Zustände zu bagatellisieren und legitimieren.

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